Montag, 8. September 2014

Brätkugeln

Gekaufte Brätkugeln habe ich eigentlich nie so richtig gemocht. Seit ich aber dieses Rezept nachgekocht habe, mag ich sie und koche sie ab und zu mal. Meine Kinder essen sie immer wieder gern. Mit wenig Geld kann man ein tolles Essen zubereiten. Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall.

Zutaten:


für die Sauce:
40 g Butter
50 g Mehl
8 dl Bouillon
2 TL Zitronensaft
Salz und Muskatnuss

für die Brätkugeln:
500 g Kalbsbrät
wenig Muskatnuss
5 gestrichene EL Paniermehl oder fein zerhacktes hartes Brot
1 EL Mehl
1 Ei

Zuerst eine dünnere säuerliche Sauce mit diesen Saucenzutaten wie eine Sauce Béchamel zubereiten. Dann alle Kugelzutaten mit einer Kabel gut vermischen. Mit zwei Teelöffeln aus der Kugelmasse Kugeln formen und sie in der Sauce 20 Minuten wie Würste nicht kochen, sondern nur ziehen lassen.
Passt ausgezeichnet zu Kartoffelstock oder mit Pilzen gekocht als Pastetlifüllung.





Kartoffelsalat

Ich mache diese Sauce nach einem alten Familienrezept, das von meiner Grosstante Madelaine aus Lauterbrunnen stammt. Sie hat es meiner Mutter gezeigt und so habe ich es eben auch übernommen. Die Sauce ist schnell zubereitet und erstaunt jeden abgebrühten Kartoffelsalatesser! Das grosse Geheimnis ist ein kleiner Bouillonwürfel!

Zutaten:

Essig
3 EL Sonnenblumenöl
1 TL Essig
3 Prisen Pfeffer
3-4 Prisen Herbes de Provence
100g Mayonnaise
ein kleiner Bouillonwürfel (4g für 2,5 dl Bouillon)
2 EL Wasser für den Bouillon
1 kg gekochte Kartoffeln
wenig Salz zum eventuell Nachwürzen  

Alle Zutaten ausser dem Bouillonwürfel zu einer nicht allzu dünnen Salatsauce mischen. Den Bouillonwürfel in 2 EL Wasser auflösen und in die Salatsauce mischen. Jetzt die noch heissen Kartoffeln in Scheiben schneiden und der Sauce beigeben. Wenn zu wenig Sauce, noch etwas Mayonnaise und ein EL Öl zugeben. Wenn nötig noch eventuell wenig Essig oder wenig Salz nachgeben.



Donnerstag, 14. August 2014

Frühlingsrollen Liza

Traditionell werden Frühlingsrollen nur für spezielle Anlässe angeboten.
Meine philippinische Freundin Liza erklärte mir, wie man die Füllung dazu zubereitet und wie man diese Rollen einrollt und fritiert. Eigentlich sieht es komplizierter aus als es ist und sie schmecken einfach himmlisch!




Zutaten:

400g Rindfleisch, gehackt
1       Ei, etwas Eiweiss zurückbehalten zum Einrollen
2       Rüebli
1       Zwiebel, fein gehackt
2       Knoblauchzehen, fein gehackt
         Salz und Pfeffer

1       Pack thailändischer Frühlingsrollenteig, quadratisch (20 Stück)
         

Alle Zutaten der Füllung in eine grosse Schüssel geben und gut vermischen.

Je ein Frühlingsrollenteig, mit der Spitze zu dir gerichtet, mit einem EL voll Füllung als Wurst diagonal auf den Teig belegen, etwas einrollen, links und rechts die Ecken einschlagen und fertig einrollen. Auf die Spitze der Endspitze etwas Eiweiss geben, damit die Rolle beim Fritieren nicht aufgeht.
Öl nicht zu stark erhitzen (oder die Friteuse bei 180° aufwärmen) und die Rollen auf beiden Seiten insgesamt ca. 15 Minuten ( in der Friteuse ca. 8 Minuten) goldbraun fritieren.

In Sojasauce oder Thaisauce tunken.

Die noch nicht fritierten Rollen eignen sich gut zum Einfrieren.


Gebrannte Crème à la Zeyno

Meine Freundin Zeyno aus der Türkei kochte mir einmal herrliche gefüllte Weinblätter und als ich sie fragte, ob sie auch gute schweizerische Spezialitäten kenne, überraschte sie mich mit diesem Dessert:

Zutaten:


4 EL Zucker
5 dl   Milch
1 EL Maizena
2       Eier
2 EL Zucker
2 dl   Rahm

Den Zucker ohne zu rühren rösten, bis er dunkelbraun ist und aufschäumt. Die Pfanne vom Herd ziehen und mit heisser Milch ablöschen. Zurück auf die Herdplatte stellen und köcheln, bis der Zucker sich aufgelöst hat in der Milch. Die Pfanne vom Herd wegstellen.
Die Zutaten für die Crème (ohne den Rahm) mit dem Schwingbesen gut verrühren, zur Caramelcrème giessen und die Pfanne wieder auf die Herdplatte zurückstellen. Die Crème unter ständigem Rühren mit dem Schwingbesen aufkochen, sofort vom Herd nehmen, kurz weiter rühren und in eine bereitgestellte Schüssel giessen. Auskühlen lassen.
Beim Auskühlen eine Klarsichtfolie direkt auf die Crème legen, so bildet sich keine Haut.
Den Rahm unter die ausgekühlte Crème ziehen - anrichten und servieren.



Polenta

Mein Sohn ist im Moment ein richtiger Vielfrass, ihm kann man fast nie zu viel kochen. Es wird meistens alles ratzeputze aufge(f)essen. Und wenn mal Resten anfallen, verwerte ich sie mit etwas Fantasie zu einer leckeren Beilage, sowie die Polentaresten letzte Woche:

Zutaten:


Polentaresten
Rahm
Parmesan, gerieben
Herbes de Provence

Die Polentaresten in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken und, wenn die Polenta trocken ist etwas Rahm beigegen. Den Reibkäse und die Gewürze nach Geschmack beigeben und alles gut miteinander vermischen.
Etwas Öl in der Bratpfanne erwärmen und die Polenta wie eine Rösti auf beiden Seiten goldbraun anbraten.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Älplermagronen à la Toni

Ein guter Freund kam vor langer Zeit hie und da am Wochenende zu uns, um uns etwas Feines zu kochen. Da er in der Innerschweiz aufgewachsen war, kannte er eben auch Rezepte aus dieser Region und da ich die Innerschweiz überhaupt nicht kannte, kochte er mir diese hochbekannten und berühmten Älplermakronen. Dazu noch ein kleiner Sprachkurs: Kartoffel heisst in Schwyzerisch Gumeli und Kartoffeln nennt man Gümel. Nur damit man beim Kochen dieses Rezeptes auch authentisch klingt.

Zutaten:


1 Kartoffel (Gumeli) pro Person
Hörnli oder Makronen
Zwiebeln, in Ringe geschnitten
viel Butter
Parmesan, gerieben
Rahm



Die Kartoffeln in kleine Stücke schneiden und im gesalzenen Wasser kochen. Genügend Butter erhitzen und die Zwiebelringe braun braten.
Magronen den Kartoffeln beigeben und alles zusammen weichkochen.
Teigwaren mit den Kartoffeln abschütten und zurück in die Pfanne geben. Den Reibkäse darüberschütten, den braunen Zwiebelringen den Rahm beigiessen und über die Teigwaren geben (Schwyzerisch: Drüberschwitze).



Butterzopf

Während ich in Frankreich wohnte, verwöhnte ich all meine Nachbar hie und da mit einem Zopf, DAS Schweizer Brot für den Zmorge. Am 6. Dezember brachte ich ihnen Grittibänze, dasselbe Brot, aber in Form von einem kleinen Männchen, nur mit etwas mehr Zuckerbeigabe. Schon voraus freute sich meine Nachbarschaft auf diese kleinen Geschenke.
Bevor ich wegzog, gab ich ihnen mein Rezept und nun werden südlich von Paris wacker Zöpfe gebacken und bei jedem Bissen wird vielleicht an mich gedacht.




Zutaten:

500g Mehl
      1 Beutel Trockenhefe
 3 dl Milch
1 TL Salz
1 EL Zucker
 50 g Butter
etwas Kaffeerahm zum Einstreichen des Zopfes

Butter in einer Pfanne schmelzen, vom Herd nehmen und die kalte Milch in die Pfanne giessen.
Das Mehl mit der Trockenhefe, dem Salz und dem Zucker gut vermischen.
Die lauwarme Milch zugiessen und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Teig in der Schüssel zugedeckt während einer Stunde an einem warmen Ort aufgehen lassen.
Teig in zwei gleich lange Strangen rollen und damit einen Zopf formen. Diesen Zopf auf das Backblech legen und nochmals 30 Minuten aufgehen lassen. Vor dem Backen den Zopf mit etwas Kaffeerahm einstreichen und im vorgeheizten Ofen bei 220° 30-40 Minuten backen.




Indonesisches Curry

Wenn meine Freundin etwas Unkompliziertes für viele Personen kochen wollte, dann kochte sie dieses Curry, das sie von ihrer indonesischen Mutter kannte. Es ist einfach zu kochen und schmeckt wunderbar.  Auch Kinder essen es sehr gern.

Zutaten:


2 grosse Zwiebeln, in Ringe geschnitten
2 Stück Lauch, in Ringe geschnitten
1 mittlere Büchse Ananas, in kleine Stücke geschnitten
300g frische Champignons, in Scheiben geschnitten
400g geschnetzeltes Pouletfleisch
2 gehäufte EL Mehl
1 TL süsses (hell) oder scharfes (dunkel, eher braun) Curry
4 EL Zucker
4 EL Essig
4 EL Sojasauce
4 dl Bouillon
Salz und Cayennepfeffer


Zwiebeln,  Ananas, Champignons und Lauch mit etwas Öl andämpfen. In der Bratpfanne das Pouletfleisch anbraten und dazugeben.
Das Mehl dazugeben und alles gut vermischen. Alle restlichen Zutaten beigeben und etwa 20 Minuten auf kleinem Feuer zugedeckt köcheln lassen. Hie und da gut umrühren, damit nichts anbrennt. Bei Bedarf kann man etwas Wasser zugeben.

Mit Trockenreis servieren.



Tahnees Fischcurry

Meine Tochter Tahnee tüfftelt in der Küche genau so gerne neue Rezepte aus wie ich. Sie hat mit einer thailändischen Green Curry Paste, die ich noch im Kühlschrank stehen gelassen hatte, ein tolles Fischcurry hergezaubert, das sogar mein Sohn bis auf den Teller aufgegessen hat. Er ist ein heikler Esser - das will doch etwas heissen!

Zutaten:

2-3 Zwiebeln
2 1/2 TL Currypaste
etwas frischen Ingwer, gehackt
1 Dose oder Tetrapack Kokosmilch
etwas Sojasauce
Bouillon
Salz
Zucker
Essig
frischer Koriander
Fischfilets

Die Zwiebeln in Ringe schneiden und mit etwas Öl anbraten. Den Ingwer beifügen und mitbraten.
Kokosmilch, Currypaste, Sojasauce und Bouillon, je nach Geschmack mehr oder weniger, beifügen und alles etwas köcheln lassen.
Die Fischfilets beigeben und köcheln lassen, bis sie gar sind.
Abschmecken mit Salz, Zucker, Essig und frischem Koriander.




Sonntag, 20. Juli 2014

Salatsauce

Der alter Freund, eben Akshay, tüfftelt gerne neue Rezepte aus und hat so seine Lieblingsalatsauce hergezaubert, die ich einfach fantastisch finde, denn sie ist süss und sauer zugleich - einfach und schnell gemacht und schmeckt mit einem gemischten oder grünen Salat wirklich genial. Probieren lohnt sich - versprochen!
Aber ganz nach indischer Art ohne Mengenangaben!

Zutaten:

Balsamico-Essig, weiss oder schwarz
etwas Zitronensaft
etwas Zucker
etwas Honig
Gewürzsalz nach Belieben
Olivenöl

Alles gut mischen und über den Salat geben.